Präventionsnetzwerk gegen religiösen Extremismus an Berufsschulen

Religiös begründeter Extremismus ist in Deutschland ein Thema, das erhöhte Aufmerksamkeit benötigt. Nach Erkenntnissen der Verfassungsschutzbehörden ließen sich 2016 beispielsweise 8.900 Personen allein der politisch salafistischen Szene zurechnen. Die Gesamtbewegung in Deutschland ist deutlich größer und spricht nicht zuletzt junge Leute an. In seiner militantesten Ausprägung ist der Salafismus auch als Dschihadismus bekannt, der mit militärischen und terroristischen Mitteln international für vermeintlich religiöse Ziele kämpft.

Das Nationale Präventionsprogramm gegen islamistischen Extremismus der Bundesregierung verfolgt das Ziel, Jugendliche vor religiös begründeter Radikalisierung zu schützen und alternative Lebensperspektiven mit den jungen Leuten zu entwickeln. Das Programm zielt auf die Schule, als einem zentralen Lebensraum junger Leute. Hier soll mit Hilfe des Nationalen Präventionsprogramms die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure rund um den Lebensraum Schule ausgebaut werden.

Der Bundesarbeitskreis ARBEIT UND LEBEN (BAK) setzt das Vorhaben „Jugendsozialarbeit an Schulen“ mit Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im KJP-Handlungsfeld „Kinder- und Jugendarbeit“ um. Mit der Expertise in den Bereichen politische Jugendbildung, Ausbildungs- und Arbeitswelt positioniert sich ARBEIT UND LEBEN unter dem Titel „Präventionsnetzwerk gegen religiösen Extremismus an Berufsschulen (PrEB)“.

 

Strukturelle Ziele der Maßnahme

  • Aufbau von sieben regionalen „HotSpots“ in Landesarbeitsgemeinschaften AL
  • Sammlung und Aufbereitung von Informationen und Expertise zum Themenfeld
  • Entwicklung und Umsetzung präventiver Konzepte und Angebote der politischen Jugendbildung für das Praxisfeld
  • Vernetzung und Kooperationen mit den Jugendmigrationsdiensten und der Schulsozialarbeit vor Ort
  • Zusammenarbeit mit jeweils drei berufsbildenden Schulen je HotSpot in der Konzeptphase

 

Inhaltliche Ziele der Maßnahme

  • die Auseinandersetzung mit religiöser Diversität in einer Zuwanderungsgesellschaft, ihren Chancen und Herausforderungen
  • Religion und (sozio-kulturelle) Identität
  • die Beschäftigung mit radikalen und extremistischen Erscheinungsformen und Strukturen religiöser Bewegungen und Gruppen
  • Alternativen zu religiöser Radikalisierung in jugendlichen Lebenswelten.

 

Ansprechpartnerin: 

Sabine Ricken

ricken(at)arbeitundleben.saarland

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